FAQ
Bei Beratungsgesprächen stellen wir immer wieder fest, dass viele Kundinnen und Kunden ähnliche Fragen zu Photovoltaik, Speicher, Dachmontage und Energiemanagement haben — verständlich und ohne Fachchinesisch beantwortet.
Für eine typische Einfamilienhaus-Solaranlage benötigen wir 2–3 Tage auf dem Dach für Modulmontage und DC-Verkabelung sowie 2–3 Tage im Keller bzw. Technikraum für Wechselrichter, Speicher und Elektroinstallation. Diese Arbeiten finden häufig nicht parallel statt, da die Dachmontage wetterabhängig ist und bestimmte Innenarbeiten erst im Anschluss sinnvoll durchgeführt werden können. Vom Auftrag bis zur finalen Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber vergehen — je nach Auslastung und Zählertausch — einige Wochen. Wir koordinieren alle Schritte für Sie und informieren Sie frühzeitig über den Terminplan.
In den meisten Fällen nein: Aufdach-PV-Anlagen bis 30 kWp sind in Deutschland genehmigungsfrei. Ausnahmen sind Gebäude unter Denkmalschutz und seltene kommunale Vorgaben wie Gestaltungssatzungen. Was aber immer nötig ist: die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Registrierung im Marktstammdatenregister. Diese Formalitäten übernehmen wir komplett für Sie.
Ja, bei konventionellen Dachhaken müssen einzelne Ziegel in der Regel leicht bearbeitet — unterlegt oder etwas ausgeschliffen — werden, damit sie spannungsfrei sitzen und nicht brechen. Das ist Standard, sicher und beeinträchtigt das Dach nicht. In Einzelfällen verwenden wir Metallziegel mit integrierter Modulstütze — hier entfällt die Bearbeitung, da der Metallziegel den Originalziegel ersetzt.
PV-Anlagen sind nahezu wartungsfrei — Regen übernimmt den größten Teil der Reinigung. Nur bei starker Verschmutzung oder sehr flachen Dächern ist eine professionelle Reinigung sinnvoll. Wir empfehlen eine jährliche Sichtprüfung und eine jährliche Ertragsprüfung.
Der Speicher sollte ungefähr den typischen Abend- und Nachtverbrauch abdecken. Faustformel: Jahresverbrauch ÷ 365 ergibt den Tagesbedarf, davon entfallen im Schnitt 50 % auf Abend und Nacht. Beispiel: 4.000 kWh ÷ 365 ≈ 11 kWh Tagesbedarf → Nachtanteil ca. 5–6 kWh → idealer Speicher 5–7 kWh. Richtwerte: normale Haushalte 5–10 kWh, mit Wärmepumpe oder E-Auto 10–15 kWh. Unsere Empfehlung: Speicher lieber etwas kleiner starten — und bei Bedarf in den ersten drei Jahren problemlos erweitern.
Drei Faktoren sind entscheidend. Gerüstkosten fallen einmalig an, daher lohnt es sich häufig, eine Dachfläche so gut wie möglich auszunutzen, sobald sie eingerüstet ist. Bei der Einstrahlung ist Süd/Südost/Südwest ideal, Ost/West sehr gut, Nord möglich bei Neigung über 10–12° — viele Norddächer sind wirtschaftlicher als früher angenommen, besonders bei günstigen Modulen. Und je höher der Strombedarf, etwa durch Wärmepumpe oder E-Auto, desto mehr Dachfläche lohnt sich. Wir prüfen immer, welche Flächen wirtschaftlich sinnvoll sind — und welche nicht.
Grundsatz: so viele wirtschaftlich sinnvollen Module wie möglich. Orientierungsformel: Jahresverbrauch ÷ 1.000 × 1,2–1,6 = sinnvolle kWp, z. B. 4.000 kWh → 4,8–6,5 kWp. Da Module heute sehr günstig sind und das Gerüst ohnehin einmalig gestellt wird, lohnt es sich in vielen Fällen, Dachflächen möglichst gut auszunutzen. Mit Wärmepumpe oder E-Auto empfehlen wir eine größere Anlagengröße, um den Eigenverbrauch zu steigern.
Eigenverbrauch beschreibt, wie viel des selbst erzeugten Solarstroms Sie direkt nutzen — Beispiel: 10 kWh erzeugt, 6 kWh verbraucht → 60 % Eigenverbrauch. Autarkie beschreibt, wie viel Ihres gesamten Haushaltsbedarfs durch Solarstrom und Speicher gedeckt wird — Beispiel: 10 kWh Verbrauch, 6 kWh aus PV/Batterie → 60 % Autarkie. Kurz: Eigenverbrauch ist der Anteil der genutzten PV-Produktion, Autarkie die Unabhängigkeit vom Stromnetz.
Alles, was Sie nicht selbst verbrauchen oder speichern, wird ins öffentliche Netz eingespeist und vom Netzbetreiber vergütet — bis 10 kW aktuell ca. 8 ct/kWh, garantiert für 20 Jahre. Selbst verbrauchter Strom spart dagegen rund 30 ct/kWh. Deshalb planen wir Anlagen so, dass sie optimal zu Ihrem Verbrauch passen.
Hierbei lädt der Speicher nicht einfach voll, sondern intelligent nach Wetterprognose, PV-Erwartung und Verbrauchsprognose. Ist beispielsweise viel Sonne vorhergesagt, bleibt der Speicher morgens bewusst teilweise leer, damit mittags mehr PV-Strom geladen werden kann. Vorteile: höherer Eigenverbrauch, weniger Netzbezug, schonendere Batterienutzung.
Eine normale PV-Anlage schaltet sich bei Stromausfall automatisch ab, um Monteure im Netz zu schützen. Mit einer Notstrom- oder Ersatzstromlösung, etwa E3/DC oder Sungrow Backup, kann Ihre Anlage jedoch weiter Energie liefern — entweder über einzelne Notstromsteckdosen (Basislösung) oder für das gesamte Haus (echtes Ersatzstromsystem / Full-Backup). Damit bleiben Licht, Kühlschrank, Internet und wichtige Geräte auch im Blackout in Betrieb. Mehr dazu in unserem Blog-Beitrag.
Ja, absolut. Besonders mit E3/DC ist eine tiefgehende Smart-Home-Einbindung möglich: Live-Daten zu PV, Batterie und Verbrauch, Steuerung von Wallbox, Wärmepumpe und Heizstab sowie Automationen über API. Auch andere Smart-Home-Systeme prüfen wir auf Kompatibilität.
Moderne Wärmepumpen können PV-Überschüsse aktiv nutzen — über SG-Ready-Eingänge, externe Steuersignale oder Energiemanagementsysteme wie E3/DC. So werden Warmwasser oder Heizung erzeugt, wenn Solarstrom zur Verfügung steht. Das erhöht den Eigenverbrauch und senkt die Netzstromkosten. Mehr zu Wärmepumpe und Messkonzept.
Keine Treffer für diese Suche.